OBW 2026
In der Musik gibt es keine Zufälle!
Roger Meier und die OBW 2026 – wenn alles einfach zusammenpasst.
Rund 40 Musikantinnen und Musikanten, sechs Tage intensive Probenarbeit und ein Abschlusskonzert, das begeisterte: Die Oberländische Bläserwoche 2026 hat einmal mehr gezeigt, was mit Motivation, musikalischer Arbeit und Freude am gemeinsamen Musizieren in einer Woche möglich ist.
Vom 3. bis 9. Oktober 2026 fand die Oberländische Bläserwoche (OBW) des Berner Oberländischen Musikverbands (BOMV) statt. Rund 40 Musikantinnen und Musikanten aus insgesamt 21 Vereinen trafen sich im Musikhaus in Zweisimmen, um gemeinsam ein anspruchsvolles Konzertprogramm einzustudieren. Das Ziel war klar: Innerhalb weniger Tage sollte aus einer bunt zusammengesetzten Gruppe ein gut funktionierendes Orchester entstehen. Dass dies gelang, bewiesen die Teilnehmenden am Abschlusskonzert eindrücklich.
Intensiv arbeiten und gemeinsam weiterkommen
Der Tagesablauf war geprägt von Register- und Gesamtproben. Von morgens bis abends wurde konzentriert gearbeitet, an schwierigen Passagen gefeilt und gemeinsam nach dem bestmöglichen Klang gesucht. Unter der Leitung von Roger Meier und unterstützt von sechs erfahrenen Registerleitern machten die Musikantinnen und Musikanten grosse musikalische Fortschritte.
Die Teilnehmenden brachten unterschiedliche Voraussetzungen und Erfahrungen mit. Für einige war die OBW eine willkommene Gelegenheit, sich musikalisch weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Andere verfügen bereits über viel Erfahrung und schätzen gerade den Austausch mit Gleichgesinnten sowie die intensive Beschäftigung mit der Musik.
Wie viel in einer solchen Woche möglich ist, zeigten auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden. Kornettist Hans Bucher aus Därstetten blickte nach 37 Jahren musikalischer Tätigkeit begeistert auf die Woche zurück: Noch nie habe er in seiner langen Karriere mit einer solchen Gruppe so schöne Musik gemacht. Auch Klarinettistin Beatrice Zeller, die bereits 1988 erstmals an der Bläserwoche teilgenommen hatte, zeigte sich beeindruckt. Sie schätzte insbesondere die Arbeit mit dem Dirigenten und dem Registerleiter sowie die Möglichkeit, sich ganz auf die Musik zu konzentrieren.
Ein Dirigent, der begeistert
Einen grossen Anteil am Erfolg der Woche hatte zweifellos der musikalische Leiter Roger Meier. Mit ausserordentlichem Engagement, musikalischem Gespür und seiner Art, die Teilnehmenden zu erreichen, verstand er es, aus der bunt zusammengesetzten Gruppe in kurzer Zeit ein überzeugendes Orchester zu formen. Die Begeisterung der Musikantinnen und Musikanten galt dabei nicht nur dem Musiker, sondern ebenso dem Menschen Roger Meier.

«In der Musik gibt es keine Zufälle!» Mit dieser Aussage bringt Roger Meier auf den Punkt, was das Abschlusskonzert eindrücklich zeigte: Hinter der musikalischen Leistung steckten intensive Probenarbeit, gegenseitiges Zuhören und das grosse Engagement aller Beteiligten. Dass das Orchester bereits nach wenigen Tagen ein solches Zusammenspiel erreichte, war kein Zufall, sondern das Ergebnis gemeinsamer Arbeit unter der herausragenden Leitung seines diesjährigen Maestros.
Sechs Registerleiter unterstützen die musikalische Arbeit
Damit sich die Teilnehmenden gezielt weiterentwickeln konnten, standen ihnen während den ersten 3 Tage sechs Registerleiter zur Seite. Sie unterstützten die verschiedenen Instrumentengruppen, arbeiteten an technischen Herausforderungen und brachten ihre eigenen musikalischen Erfahrungen ein.
Die Registerleiter der OBW 2026
Stefan Kamelger – Euphonium und Bässe
Balz Graber – Posaunen
Elisa Marchetti – Klarinetten und Saxophone
Joram Bots – Cornet, Trompete und Horn
Sandro Frautschi – Perkussion
Daniela Laubscher – Querflöten
Nicht nur die Musik zählt
Bei aller Probenarbeit kam auch die Pflege der Kameradschaft nicht zu kurz. Schliesslich gehört das gemeinsame Erlebnis ebenso zur OBW wie die musikalische Weiterbildung. Am Dienstagnachmittag stand deshalb ein Überraschungsausflug auf dem Programm. Die Gruppe reiste nach Château-d’Œx zum Bowling. Nach dem Abendessen folgte ein Besuch der Rega-Basis in Zweisimmen. Solche gemeinsamen Erlebnisse bieten Gelegenheit, sich ausserhalb des Probenraums kennenzulernen. Es entstehen neue Kontakte, Bekanntschaften und manchmal auch Freundschaften. Gerade die Mischung aus konzentrierter musikalischer Arbeit und gemütlichem Beisammensein macht den besonderen Charakter der Bläserwoche aus.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Rachel Müller und ihr Küchenteam vom Ferienlager Musikhaus in Zweisimmen verwöhnten die Teilnehmenden während der Woche mit liebevoll zubereiteten Mahlzeiten und trugen damit wesentlich zum gelungenen Lagerleben bei.
Ein erstes Wiedersehen mit dem Publikum
Am Donnerstag war es Zeit, einen ersten Einblick in das Erarbeitete zu geben. Beim "Platzkonzert" im Musikhaus, in ungezwungener Atmosphäre konnten die Anwesenden bereits hören, wie sich das Orchester musikalisch entwickelt hatte. Gleichzeitig bot der Auftritt eine willkommene Gelegenheit, das Programm vor dem Abschlusskonzert nochmals zu präsentieren.
Der Höhepunkt folgte am Freitagabend im Lötschbergsaal in Spiez. Beim Abschlusskonzert zeigten die Musikantinnen und Musikanten, was in wenigen Tagen gemeinsamer Arbeit entstehen kann – und belohnten das Publikum mit einem überaus überzeugenden musikalischen Auftritt.
Ein abwechslungsreiches Konzertprogramm
Stefan Janzi begrüsste das Publikum im Namen des Berner Oberländischen Musikverbands, danach führte Mirja Trummer mit interessanten Hintergrundinfos zu den gespielten Werken souverän durch das Programm. Das Orchester präsentierte einen abwechslungsreichen Mix aus bekannten Melodien, mitreissenden Rhythmen und stimmungsvollen Klängen. Auf den funkigen Auftakt mit «Uptown Funk» folgten unter anderem die Filmmusik aus «Cast Away», das temperamentvolle «A Klezmer Karnival» und «Cry of the Last Unicorn», ein eindrückliches Werk, das die traurige Geschichte des letzten Einhorns musikalisch zum Leben erweckt. Nach der Pause standen mit «Disney Film Favorites», «With Each Sunset» und «Eighties Flashback» weitere musikalische Höhepunkte auf dem Programm. Das abwechslungsreiche Programm spannte damit einen Bogen von bekannten Melodien über anspruchsvolle Filmmusik bis hin zu ausdrucksstarken Konzertwerken.
Die musikalische Leistung des Orchesters überzeugte durch Präzision, dynamische Gestaltung, schöne Klangfarben und gelungene Soli. Der Applaus wollte am Ende kaum abreissen. Mit «Für immer uf di» von Büne Huber bedankte sich das Orchester beim Publikum und setzte einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter einen rundum gelungenen Konzertabend - wenn einfach alles zusammenpasst!

Eine Woche, die in Erinnerung bleibt
Die OBW 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie viel musikalisch in kurzer Zeit entstehen kann, wenn motivierte Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Neben den musikalischen Fortschritten bleiben neue Bekanntschaften, gemeinsame Erlebnisse und die Freude, gemeinsam etwas Anspruchsvolles geschafft zu haben.
Ein herzlicher Dank geht an Roger Meier für die engagierte musikalische Leitung, an die sechs Registerleiter für ihre wertvolle Unterstützung, an Rachel Müller und ihr Musikhausteam für die hervorragende Verpflegung sowie an alle, die zum Gelingen der Woche beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt natürlich allen Teilnehmenden, die sich mit viel Einsatz und Begeisterung auf diese intensive Woche eingelassen haben.
Die Oberländische Bläserwoche ist seit 1980 ein fester Bestandteil des BOMV. Die Ausgabe 2026 hat eindrücklich gezeigt, weshalb es sich lohnt, diese Tradition weiterzuführen: Gemeinsames Musizieren verbindet, fordert heraus und macht Freude. Und manchmal entsteht daraus innerhalb einer einzigen Woche ein Orchester, das sein Publikum nachhaltig beeindruckt.
Wir freuen uns bereits auf die nächste OBW im 2028!
Stefan Janzi




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