Martin Schneider zum Ehrenpräsidenten des BOMV ernannt
Anlässlich der 107. Delegiertenversammlung des Berner Oberländischen Musikverbands wurde Martin Schneider zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Musikgesellschaft Wengen war für die Durchführung beauftragt worden. Der Anlass fand bei winterlichen Verhältnissen im Kino Wengen statt. Alle Traktanden konnten zügig abgehandelt werden, zudem wurde ein neues Festreglement zur Durchführung von Musiktagen verabschiedet. Nebst dem abtretenden Präsidenten konnte die Versammlung einen neuen Verbandspräsident wählen, Sam Spörri, Dirigent MG Ringgenberg und MG Wengen. Mit Werner Reust, MG Fahrni, konnte die Vakanz im Kreis 3 geschlossen werden. Es sind weiterhin zwei Sitze vakant in der Verbandsleitung.
Schwungvoll und mit bekannten Melodien eröffnete die Musikgesellschaft Wengen die 107. Delegiertenversammlung des Berner Oberländischen Musikverbands. Ihr viel die Ehre zu, diesen Anlass für die 51 Sektionen im Berner Oberland zu organisieren. Von dieser Anzahl Sektionen nahmen deren 38 an der Versammlung teil. Der Präsident der MG Wengen, Patrick Steiner, informierte die Anwesenden über das Entstehen der Musikgesellschaft Wengen und deren Aktivitäten. Gerade erst kehrten sie von einer viertägigen Musikreise in Calella (Spanien) zurück. Nach diesen Worten begrüsste Karl Näpflin, Gemeindepräsident Lauterbrunnen, die Versammlungsteilnehmer. Wengen gehört nebst den Ortschaften Isenfluh, Mürren, Gimmelwald, Stechelberg zur Gemeinde Lauterbrunnen. Über 90 Prozent der 2800 Einwohner der Gemeinde leben vom Tourismus.
Martin Schneider, scheidender Verbandspräsident, begrüsste die angereisten Delegierten im warmen Kinosaal Wengen. Er bedankte sich bei der MG Wengen für die Organisation der diesjährigen Delegiertenversammlung. Für Martin Schneider war es eine besondere Delegiertenversammlung. Er demissionierte nach 22 Jahren Vorstandsarbeit, wovon er 16 Jahre, als deren Präsident des Berner Oberländischen Verband amtete. Ursula Allemann, Ehrenmitglied des BOMV und langjährige Weggefährtin von Martin, hielt eine Laudatio. Er war ihr Mentor, als sie in den Vorstand kam. Er verstand es, die Sitzungen Lösungsorientiert zu führen. Es fanden intensive Diskussionen in der Verbandsleitung statt, doch am Schluss konnte immer eine Lösung gefunden werden. Der kollegiale und menschliche Zusammenhalt war auch eine grosse Motivation, welche Martin antrieb, diesem Verband so lange die Treue zu halten. In seiner Zeit wurde die Klausurtagung jeweils kurz nach der DV einberufen. An dieser definierte die Verbandsleitung die Marschrichtung mit welchen Themen sich der Verband im kommenden Jahr beschäftigt. Auch wurden die Sitzungstermine für kommende Jahr festgelegt, damit ein Rhythmus vorhanden war, fanden diese vorzugsweise in jedem Quartal statt. Martin wirkte von Amtes wegen in diversen Arbeitsgruppen im Berner Oberland, sowie auch auf Kantonaler Ebene, brachte er die Stimme aus dem Oberland ein. Martin besuchte unzählige Konzerte in seiner Amtszeit sei es vom Hasliberg bis nach Gstaad oder von Schwarzenegg bis nach Mürren. Ihm war es stets ein Anliegen, so nah wie möglich bei den Mitgliedern des Verbandsgebiet zu sein.
Mit seiner ruhigen und gewissenhaften Art und Weise verstand er es, seine Vorstandskolleginnen und Kollegen anzutreiben, Etwas positives für die Musik zu gestalten. Martin Schneider wurde für sein langes Engagement in der Verbandsleitung des Berner Oberländischen Musikverband von den Delegierten zum Ehrenpräsident des BOMV gewählt. Als Zeichen dafür überreichte ihm Stefan Janzi, Vizepräsident, einen Tambourmajorstab mit der Kordel des Verbans, Rot, Gelb und Schwarz. Überwältigt von dieser Auszeichnung dankte Martin Schneider dies allen Anwesenden.

Mit dem Abtreten des langjährigen Präsidenten wird eine neue Ära eingeläutet.
Erfreulicherweise konnten die Delegierten einen neuen Präsidenten für die Verbandsleitung des BOMV wählen. Sam Spörri, Dirigent der MG Ringgenberg und MG Wengen, wurde von den Delegierten als neuer Präsidenten gewählt.
Weiter konnte unter dem Traktandum Wahlen, Werner Reust, MG Fahrni, als Vertreter des Kreis 3 gewählt werden. Beiden Gewählten wurde herzlich zur Wahl gratuliert.
Folgende Vorstands- und Musikkommissionsmitglieder wurden einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt: Stefan Janzi, Renate Hänni, Cyrill Beck, Renate Siegenthaler und Dario Hodler. Bei den Rechnungsprüfungssektionen schied die MG Adelboden aus, neu wird das Blasorchester Oberland-Thun gemeinsam mit der Brass Band Berner Oberland die Rechnung prüfen.

Beim Traktandum Genehmigung Reglemente über die Durchführung von Musiktagen erläuterte Reto Trachsel, Arbeitsgruppenleiter, nochmals sämtliche Punkte welche zu dieser Änderung führte. Nachdem die Mitwirkung durch die Sektionen abgeschlossen war, flossen einige Punkte mit ein und diesen Sektionen wurde entsprechend einer Rückmeldung gegeben. Somit werden die kommenden Berner Oberländischen Musiktage in Matten, welche vom 12.-14. Mai 2028 stattfinden, nach diesem Reglement organisiert und durchgeführt. In diesem Zusammenhang informierte Peter Heim, OK Präsident Oberländische Musiktage, über den Stand der Arbeiten. Hierfür wurde auch der Festkartenpreis genehmigt.
Die Rechnungsablage, die Festsetzung der Jahresbeiträge wie auch der Voranschlag 2026/2027 wurde durch die stimmberechtigten Teilnehmer genehmigt.
Leider musste der Verband unter dem Traktandum Neuaufnahmen, Austritte und Ausschlüsse von Sektionen des BOMV den Austritt der Musikgesellschaft Einigen zur Kenntnis nehmen. Somit besteht der Berner Oberländische Verband neu aus 50 Sektionen.
Im Traktandum Verschiedenes wurde über die BEA 2027 informiert. Hier findet der Oberländertag am Sonntag, 02. Mai statt. Das Oberland wird sich musikalisch entweder mit einem Ad-hoc Orchester präsentieren oder einer einzelnen Sektion aus dem Berner Oberland. Die nächste Berner Oberländische Bläserwoche findet vom 7. bis 13. Oktober 2028 im Musikhaus Zweisimmen statt.
Renate Siegenthaler Musikkommissionsmitglied BOMV, ist in der Arbeitsgruppe Nachwuchsförderung und Mitgliederwerbung des BKMV tätig. Sie informierte, dass es kein Rezept gibt, welches für alle einfach umgesetzt werden kann. Hierfür benötigt es individuelle Lösungen auch in Zusammenarbeit mit der lokalen Musikschule und der Volksschule. Auf der Website des Bernisch-Kantonalen Musikverbands werden diverse Unterlagen zu diesem Thema aufgeschaltet, wo sich jede Sektion selbst informieren kann.
An der kommenden Delegiertenversammlung des BKMV werden die Delegierten über die Statutenrevision des BKMV zu befinden haben. Zu diesem Thema gab Stefan Janzi, Vizepräsident BKMV, wichtige Inputs weiter, und empfahl den Delegierten diese neuen Stauten zur Annahme. Sämtliche Informationen finden sich auch auf der Website des BKMV.
Von der Veteranenvereinigung des BOMV richtete Bernhard Häsler das Wort an die Delegierten und informierte unter anderem über die nächste Durchführung des Veteranentags im Oberland. Dieser findet am Samstag, 3. April 2027 in Reutigen statt.
Zum Schluss der würdigen Delegiertenversammlung, dankte Martin Schneider allen Anwesenden. Seinen Verbandskolleginnen und Verbandskollegen überreichte er für die sehr gute Zusammenarbeit ein kleines Präsent. Für die Zukunft wünscht er dem Verband eine konstruktive Zusammenarbeit und viel Herzblut für das gemeinsame Hobby, das Musizieren.
Berner Oberländischer Musikverband
Renate Hänni




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